Willste’n Mint?

Endlich durchatmen!

MINT – ein Akronym, das derzeit häufiger zu hören ist. Gemeint sind die Schulfächer und wissenschaftlichen Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz und gut jene Fächer, die das Wissen weitergeben und generieren, das fundamental war für die Entstehung und fundamental ist für die Gestaltung unserer postindustriellen Welt. Dieses Wissen mag nicht hinreichend sein, aber es ist notwendig. Ohne MINT keine Digitalisierung. Ohne MINT keine neuen Energien. Ohne MINT keine globale Verkehrsinfrastruktur. Ohne MINT keine neuen Werkstoffe. Das ist unbestritten. Umso erstaunlicher ist, dass in Deutschland um Nachwuchs in den MINT-Disziplinen gekämpft werden muss. Nicht in allen gleichermaßen, aber doch in Schnitt so deutlich, dass die Politik sich Sorgen macht. Von Kinderuniversitäten über Schülerlabore bis zu Hackathons und living labs: an Ideen, an Projekten fehlt es nicht. Eine Schnittstelle scheint jedoch bislang wenig beachtet: der Übergang von der Schule in die Hochschule. Wie fällt denn eigentlich die Entscheidung für oder gegen einen naturwissenschaftlich-technischen Studiengang? Wo geht möglicherweise Potential verloren?

TRAFO hat deshalb zu einer Denkwerkstatt aufgerufen. Studierende aller Disziplinen, keineswegs nur der MINT-Fächer, waren aufgerufen, Ideen zu entwickeln, was man vielleicht verändern oder verbessern könnte. Am 18. und 19. Juni haben sich deshalb Studierende verschiedener Hochschulen und Disziplinen getroffen und begleitet, aber nicht geführt vom TRAFO-Team analysiert, welche Stellschrauben es überhaupt gibt. Dabei identifizierten die Teilnehmer:innen schnell fünf mögliche Handlungsfelder: Interdisziplinarität, Praxisbezug, Selbstbestimmung beim Experimentieren, Motivation (zB. über Spiele), Heterogenität in der Adressierung (also gemischte Angebote für unterschiedliche Begabte).

Auf Grundlage dieser Analyse haben die Studierenden ein Konzept entwickelt, für das der TRAFO-Verbund nun nach einer Modellschule suchen wird. Ein Teil dieser Suche wird die Publikation des Modells in einer Fachzeitschrift sein. Welche, steht noch nicht fest.